Herzlich willkommen auf der Homepage des Helferkreises Zorneding.

 

Wir sind eine Arbeitsgemeinschaft Zornedinger Bürger, die sich um die Asylbewerber in unserer schönen Gemeinde kümmern.

 

Woher kommen die Flüchtlinge?

In Zorneding sind vornehmlich junge Männer im Alter zwischen 19 und 35 Jahren untergebracht. Sie kommen aus unterschiedlichen Regionen in Afrika; die meisten kommen aus Eritrea, des weiteren aus Uganda, Sierra Leone, der Republik Kongo und Nigeria. Nähere Informationen über die Länder finden Sie hier.

Viele sind gut ausgebildet, manche haben auch studiert. Die meisten sprechen neben Ihrer Heimatsprache auch englisch oder französisch. Es gibt aber auch einige, die weder lesen noch schreiben können und keine Fremdsprache beherrschen. Es sind Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft die zu uns kommen ob Bauern, Arbeiter, Handwerker oder Professoren.

 

Warum sind sie geflohen?

Vertreibung und Krieg – es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Menschen aus ihrer Heimat fliehen oder warum Eltern ihre Kinder in die Fremde schicken. Meistens mit enormem Kostenaufwand und fast immer ohne die Gewissheit, ob ihre Kinder überhaupt in Sicherheit fliehen können. Die jungen Männer waren teilweise monatelang unterwegs, manche sogar Jahre.

Mehr als 50 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht. Nur ein Bruchteil davon erreicht Europa – oder gar Deutschland. Laut den Zahlen vom Februar 2015 – herausgegeben vom Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge (Quelle) – gab es 2014 in Deutschland insgesamt 173.072 Erst- und 29.762 Folgeanträge auf Asylanerkennung. Am häufigsten kommen Asylbewerber derzeit aus dem Kosovo, aus Syrien und aus Serbien.

 

Wie ist die Ausgangssituation der Asylsuchenden in Zorneding?

Die Zornedinger Flüchtlinge sind in einem „Containerdorf“ unweit des Bahnhofes untergebracht. Die Ausstattung ist gut, zwei Flüchtlinge teilen sich ein Zimmer. Es gibt auf jeder Etage Toiletten und Waschmöglichkeiten. Insgesamt ist das Containerdorf für 50 Flüchtlinge ausgelegt.

Finanziell werden Asylbewerber gering unterstützt: Jeder erhält 329,20 € um seinen gesamten Lebensunterhalt zu bestreiten, abgesehen von der Unterkunft. Das schließt auch Fahrkarten mit ein, denn die Unterstützung wird im Landratsamt Ebersberg in bar ausbezahlt. Ebersberg ist ein Landkreis ohne vergünstigtes Sozialticket (Wie etwa die IsarCard S in München).

Medizinische Leistungen dürfen Asylbewerber grundsätzlich erst in Anspruch nehmen, nachdem sie einen entsprechenden Schein im Landratsamt abgeholt haben und diese Leistungen umfassen bei weitem nicht das volle Spektrum. So werden Brillen beispielsweise nur bei starker Fehlsichtigkeit bezahlt, Zahnersatz gibt es gar nicht.

Asylbewerber dürfen nicht sofort arbeiten. Für Asylsuchende und Geduldete ist die Arbeit in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts ganz verboten.  Auch danach haben sie nur schlechte Chancen auf einen Job, weil es "bevorrechtigte Arbeitnehmer" gibt. Dies sind Deutsche, aber auch EU-Ausländer oder anerkannte Flüchtlinge.

Nach anderthalb Jahren Aufenthalt in Deutschland dürfen Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge ohne Einschränkungen Arbeit suchen. Ohnehin gestaltet sich die Arbeitssuche schwierig: Neben den gesetzlichen Hürden kommt noch die Sprachbarriere dazu. Aslybewerber, die bereits volljährig sind, haben aber keinen Anspruch auf Integrations- und Sprachkurse. Dementsprechend haben sie nur wenig Beschäftigung.

 

Und genau da setzen die Helferkreise an

Die Aufgabe der Helferkreise ist es, den Asylbewerbern das Einleben in die deutsche Kultur und in deutsche Gepflogenheiten zu erleichtern, indem Sprachunterricht und vielfältige Beschäftigung angeboten wird. Zudem koordiniert der Helferkreis die Spenden, die aus dem Gewerbe vor Ort und den Bürgern kommen und versucht, den Bedarf zu ermitteln, um für eine gerechte und sinnvolle Verteilung zu sorgen.

Großer Dank geht an dieser Stelle an die Zornedinger Tafel, die sich ebenfalls engagiert!

 

Zorneding packt an!

Mehr als 120 Helferinnen und Helfer sind in den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften aktiv – vom Sprachkurs über Lesepatenschaften bis hin zu einer Verkehrsschulung in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Poing arbeiten die Zornedingerinnen und Zornedinger mit unseren neuen Nachbarn.

Wenn Sie daran teilhaben möchten sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf Sie!

 

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